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Landkreis erlässt Allgemeinverfügung zur Corona-Eindämmung

Aufgrund der mehrtägigen Überschreitung der 100ter-Marke bei der 7-Tage-Inzidenz hat der Landkreis heute eine Allgemeinverfügung zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 erlassen. Diese schränkt die Kontakte für den öffentlichen Raum und für private Feiern im Jerichower Land ein. Die Regelungen gelten ab dem 18. März 2021 und sind vorerst befristet bis zum 17. April 2021. Sollte die 7-Tage-Inzidenz jedoch für einen Zeitraum von fünf Tagen unter die 100 fallen, kann der Landkreis diese Beschränkungen auch kurzfristig wieder aufheben.

Wie in der 10. Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt geregelt, sind die Landkreise und kreisfreien Städte verpflichtet, bei einer dreitägigen Überschreitung der 7-Tage-Inzidenz von über 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern, diese Kontaktbeschränkungen zu erlassen. Die Inzidenz im Jerichower Land überschreitet diesen Wert seit dem 11. März 2021 signifikant und liegt derzeit bei 112,74 (Stand: 16. März 2021).

Dementsprechend ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum ausschließlich allein, im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes oder mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person sowie den zu den Hausständen gehörenden Kindern, die das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gestattet.

Private Feiern sind unabhängig von ihrem Anlass und der Örtlichkeit, ausschließlich allein, im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes oder mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person sowie den zu den Hausständen gehörenden Kindern, die nicht das dritte Lebensjahr vollendet haben, gestattet.

Die Allgemeinverfügung kann auf der Internetseite des Landkreises unter www.lkjl.de eingesehen werden sowie im heute veröffentlichten Amtsblatt Nr. 05/2021.


Impfplan wird trotz AstraZenca-Stopp beibehalten

Der in Deutschland vorerst geltende Stopp der Impfungen mit AstraZeneca hat aktuell noch keinen Einfluss auf den Impfplan im Jerichower Land. Bei den bereits durchgeführten Impfungen mit dem Vakzin sind im Landkreis bisher keine der beschriebenen Nebenwirkungen aufgetreten. Das Paul-Ehrlich-Institut hatte gestern, aufgrund von neuen Meldungen zu Nebenwirkungen im zeitlichen Zusammenhang mit einer AstraZeneca-Impfung, ein Aussetzen der Impfungen empfohlen. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA wird jetzt entscheiden, ob und wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes auswirken.

Da zwischen der ersten und der zweiten Impfung mit AstraZeneca aktuell ein Zeitraum von drei Monaten angesetzt wird, sind die nächsten anstehenden Zweitimpfungen im Jerichower Land erst für April geplant, sodass aktuell noch keine Termine verschoben werden müssen.

Die Impftermine, die für diese und nächste Woche vergeben wurden, haben weiterhin Bestand. Aufgrund des Wegfalls von AstraZeneca konzentriert sich der Landkreis auf den Abschluss der Impfungen in der Priorität 1. Für die Impfungen der über 80-jährigen in den Städten und Gemeinden kommt ausschließlich der Impfstoff von Biontech/Pfizer zum Einsatz.


Aktuelle Zahlen zum Corona-Virus

Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen im Jerichower Land lag innerhalb der letzten sieben Tage bei 99 Fällen. Die Inzidenz liegt derzeit bei 107,16. Insgesamt gibt es 2.260 Fälle im Landkreis (Stand: 11. März 2021 / 13:30 Uhr). Es befinden sich 618 Personen in häuslicher Quarantäne, stationär muss niemand behandelt werden. Im Zusammenhang mit Covid-19 sind seit Beginn der Pandemie 118 Personen verstorben, davon sind sechs Sterbefälle in den letzten sieben Tagen hinzugekommen.

Die Beratungshotline des Gesundheitsamtes ist unter der Rufnummer: 03921/949-5353 geschaltet. Diese ist von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8 – 16 Uhr und freitags von 8 – 12 Uhr verfügbar. Außerhalb der Sprechzeiten steht der ärztliche Bereitschaftsdienst für Fragen unter der kostenfreien Telefonnummer 116117 (innerhalb Deutschlands ohne Vorwahl) zur Verfügung. Aktuelle Informationen zur Corona-Virus Entwicklung im Jerichower Land sind auf der Website der Kreisverwaltung unter www.lkjl.de zu finden.


Dezentrale Impfungen in den Gemeinden starten

Ab der nächsten Woche liegt der Fokus bei den Impfungen im Jerichower Land, auf den über 80-Jährigen. In Kooperation mit dem Landkreis hatten die Städte und Gemeinden ein Corona-Informationsschreiben verschickt und die Impfberechtigten um Rückmeldung zur Terminplanung gebeten. „Die entsprechenden Impfstoff-Kapazitäten stehen jetzt zur Verfügung. Wie angekündigt werden die Impfungen dezentral stattfinden. Hierfür richten wir mit Unterstützung der BürgermeisterInnen und ehrenamtlichen Kräften temporäre Impfstationen in den jeweiligen Einheitsgemeinden ein. Unser Ziel ist es, allen Impfberechtigten in der Priorität 1 bis Ende März ein Impfangebot unterbreiten zu können“, erklärt der Leiter des Impfzentrums Thomas Barz.

Begonnen wird am Montag, 15. März 2021 in der Kreisstadt Burg. Innerhalb von drei Tagen sollen hier ca. 1.100 Seniorinnen und Senioren im stationären Impfzentrum geimpft werden. „Wir haben die Termine in der Zeit von 8.00 Uhr – 18.00 Uhr geplant. In diesem zeitlichen Rahmen werden wir auch die dezentralen Standorte in den Städten und Gemeinden öffnen. Jeder Impfberechtigte bekommt seinen Termin für die erste und auch gleich den Termin für die zweite Impfung per Post zugeschickt“, erklärt Barz. In der 12. Kalenderwoche finden die Impfungen in Genthin, Möckern, Gommern und Möser in der darauffolgenden Woche in Biederitz, Jerichow und Elbe-Parey statt. Je nach Bedarf kalkuliert die Kreisverwaltung mit 1-2 Tagen pro Gemeinde. Die Terminübersicht ist auf der Internetseite des Landkreises unter https://kurzelinks.de/jjo7 einsehbar.

Der allgemeine Temin-Service im Burger Impfzentrum soll Anfang April starten. Jeweils in Abhängigkeit zu den verfügbaren Mengen an Impfstoff sind dann an 3-4 Tagen pro Woche Termine buchbar. Bei einer Vollauslastung des Impfzentrums könnten ca. 950 Personen pro Tag immunisiert werden. Auch die Belieferung der Hausarztpraxen ist abhängig von den gelieferten Impfstoffmengen. Aktuell arbeitet das Impfzentrum mit sieben Vertragspraxen zusammen, die neben dem Impfstoff auch das Zubehör zur Verfügung gestellt bekommen. Die ordnungsgemäße Dokumentation der Impfungen werden ebenfalls vom stationären Impfzentrum aus organisiert. Insgesamt haben bisher 4.967 Personen die Erstimpfung und 2.412 die Zweitimpfung gegen das Corona-Virus erhalten. Hinzukommen ca. 1.200 Impfungen für das medizinische Personal in den Kliniken.


Zehnte Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Sachsen-Anhalt

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