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Corona-Impfungen: Über 80-Jährige erhalten Infobrief

In Kooperation mit dem Landkreis versenden die Städte und Gemeinden im Jerichower Land in dieser Woche Corona-Informationsschreiben an alle Impfberechtigten, die 80 Jahre oder älter sind und im eigenen Haushalt leben. Darin wird ihnen mitgeteilt, dass sie hinsichtlich eines Impftermins benachrichtigt werden, sobald die entsprechenden Impfstoff-Kapazitäten zur Verfügung stehen. Für eine schnelle und effiziente Umsetzung plant die Kreisverwaltung die Einrichtung von temporären Impfstationen in den jeweiligen Einheitsgemeinden. Die mobilen Impfteams sollen in lokalen Räumlichkeiten die Injektion des Vakzins an die ältere Bevölkerung verabreichen.

Auch bei den Impfungen erhält der Landkreis Unterstützung von der Bundeswehr. Acht Soldaten stehen seit Montag den mobilen Impfteams helfend zur Seite. Sie übernehmen ab der kommenden Woche die notwendigen Aufklärungsarbeiten in den Pflege-Einrichtungen und werden sobald der reguläre Betrieb im Impfzentrum Burg anläuft, auch dort eingesetzt. „Ohne die Bereitschaft der Bundeswehr aber auch des Deutschen Roten Kreuzes, das uns ebenfalls mit medizinischem Fachpersonal verstärkt und der Kassenärztlichen Vereinigung könnten wir diese Aufgabe nicht in so kurzer Zeit bewältigen. Ich bin sehr dankbar, dass wir uns dieser Herausforderung alle gemeinsam stellen und der Kreis sich auch in dieser Lage auf seine Partner verlassen kann“, unterstreicht Landrat Dr. Steffen Burchhardt.

Da aktuell nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, ist eine Priorisierung der Bevölkerung entsprechend der Leitlinien des Bundes und des Robert-Koch-Institutes notwendig. Gegenwärtig werden vorrangig BewohnerInnen von Senioren- und Altenpflegeheimen, Personal in medizinischen Einrichtungen und der ambulanten und stationären Altenpflege durch die mobilen Impfteams geimpft. Anschließend erhalten Einwohner ab einem Alter von 80 Jahren die Immunisierung. Sobald diese erste Phase abgeschlossen ist beziehungsweise eine höhere Menge an Impfstoff zur Verfügung steht, wird der Rahmen sukzessiv erweitert und die Kriterien angepasst. Alle Informationen zur Corona-Schutzimpfung können auf der Internetseite des Landkreises unter https://bit.ly/3hCjxnP eingesehen werden.


Zweite Verordnung zur Änderung der Neunten SARS-Co V-2-Eindämmungsverordnung

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Aktuelle Informationen zum Corona-Virus

Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen im Jerichower Land lag innerhalb der letzten sieben Tage bei 137 Fällen. Die Inzidenz liegt derzeit bei 155,15. Insgesamt gibt es 1.430 Fälle im Landkreis (Stand: 11. Januar 2021 / 13:30 Uhr). In der letzten Woche wurden 628 Quarantänebescheide erlassen, stationär mussten 12 Personen aufgenommen werden. Im Zusammenhang mit Covid-19 sind seit Beginn der Pandemie 50 Personen verstorben, davon sind 15 Sterbefälle in den letzten 14 Tagen hinzugekommen.

Mit Inkrafttreten der zweiten Änderung der Neunten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt gelten seit gestern bis zum 31. Januar 2021 verschärfte Lockdown-Regelungen. Private Zusammenkünfte sind nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Geschäfte, Gastronomie, Sport- und Kulturstätten bleiben geschlossen, Schulen und Kindergärten bis auf eine Notbetreuung ebenfalls.

Sollte die Inzidenz im Landkreis den Wert von 200 je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschreiten und dies mindestens über fünf Tage andauern, muss eine Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer als Umkreis um die Gemeindegrenze des Wohnortes der betroffenen Person angeordnet werden. „Ich hoffe, dass die aktuelle Lage sich stabilisiert und das Jerichower Land dauerhaft unter dieser kritischen Marke bleibt. In Sachsen-Anhalt zeigt sich ein sehr negativer Trend seit ein paar Wochen. Die Krankenhäuser sind schon stark belastet. Wir müssen alle mit unserem Verhalten einen Beitrag dafür leisten, dass der Virus unter Kontrolle bleibt bis die Bevölkerung ausreichend geimpft werden konnte“, erklärt Landrat Dr. Burchhardt.

Bei den Impfungen liegt der Schwerpunkt im Jerichower Land weiterhin bei den mobilen Impfteams. Im Laufe der Woche werden die Hälfte aller Pflegeeinrichtungen versorgt sein. Auch die Impfungen des medizinischen Personals schreiten weiter voran, insgesamt konnten bisher ca. 1.000 Personen gegen das Corona-Virus geimpft werden.

Im stationären Impfzentrum in Burg werden in Abhängigkeit von der vorhandenen Impfstoffmenge voraussichtlich ab dem 19. Januar 2021 erste Impfungen durchgeführt. Aktuell wird noch keine freie Terminvergabe angeboten. Die Kreisverwaltung erhält momentan eine noch nicht ausreichende Anzahl von Impfdosen und konzentriert sich auf die besonders gefährdeten Gruppen. Die Kreisverwaltung wird die Bevölkerung rechtzeitig informieren und bittet darum vorerst von Einzelnachfragen dazu abzusehen. Das Gesundheitsamt ist insgesamt stark belastet.

Die Beratungshotline des Gesundheitsamtes ist unter der Rufnummer: 03921/949-5353 geschaltet. Diese ist von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8 – 16 Uhr und freitags von 8 – 12 Uhr verfügbar. Außerhalb der Sprechzeiten steht der ärztliche Bereitschaftsdienst für Fragen unter der kostenfreien Telefonnummer 116117 (innerhalb Deutschlands ohne Vorwahl) zur Verfügung. Aktuelle Informationen zur Corona-Virus Entwicklung im Jerichower Land sind auf der Website der Kreisverwaltung unter www.lkjl.de zu finden.


Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 5. Januar 2021

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Regeln für Corona-Untersuchungen und Quarantäne über Weihnachten sowie den Jahreswechsel

Auch im Zeitraum von Heiligabend bis nach Neujahr, in dem viele Arztpraxen geschlossen sind, stellen die Corona-Fieberambulanz Burg der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt und das Gesundheitsamt des Landkreises sicher, dass alle Personen mit Verdacht auf eine Corona-Infektion die notwendigen Beratungen und Untersuchungen erhalten.

Personen mit Krankheitszeichen wie Fieber, Erkältungsbeschwerden, Geruchs- oder Geschmacksstörungen melden sich zunächst telefonisch in ihrer Hausarztpraxis oder der benannten Vertretungspraxis – bitte nicht direkt in die Arztpraxis gehen! Außerhalb der Öffnungszeiten der Arztpraxen erreichen Patienten mit Infektzeichen den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117. Die Hausärztin oder der Hausarzt bzw. der kassenärztliche Bereitschaftsdienst entscheiden dann über die weitere Verfahrensweise.

Personen ohne Krankheitszeichen begeben sich bitte selbständig in häusliche Absonderung („Quarantäne“) und melden sich per Mail oder am nächsten Werktag telefonisch beim Gesundheitsamt, wenn sie:

  • engen Kontakt zu Corona-Infizierten hatten (z.B. länger als 15 Minuten direkter Kontakt ohne Mund-Nasen-Schutz),
  • in der Corona-WarnApp die Anzeige „erhöhtes Risiko“ erhalten haben,
  • Reiserückkehrer aus Risikogebieten im Ausland sind.

Das Gesundheitsamt ist unter den Rufnummern 03921/949-53 53 oder -53 00 an Werktagen telefonisch oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Bei Bedarf vermittelt das Gesundheitsamt für betroffene Personen einen Termin für eine Abstrichuntersuchung. Personen, bei denen eine Abstrichuntersuchung erforderlich ist, müssen zunächst weiter in häuslicher Absonderung („Quarantäne“) bleiben.

Nach der Abstrichuntersuchung liegen die Untersuchungsergebnisse in der Regel nach 1-2 Tagen vor. Anschließend legt das Gesundheitsamt fest, ob die häusliche Absonderung („Quarantäne“) fortgeführt werden muss oder ob diese aufgehoben werden kann. Das Gesundheitsamt informiert die betreffende Person über das Untersuchungsergebnis und über das erforderliche weitere Vorgehen.